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Respekt im Thüringer Landtag

 



Am 14.Mai traf man sich im Auftrag des Respektes zum zweiten Mal in Erfurt.

 

Diesmal beteiligten sich die Präsidentinnen des Thüringer Landtags, Frau Prof. Dr. Schipanski (CDU), Frau Dr. Klaubert (Die Linke) und Frau Pelke (SPD), im Plenarsaal desselbigen an der Diskussion. Der stellvertretende Chefredakteur der TA, Dirk Löhr, übernahm die Rolle des Moderators.

 

Einführende Worte sprach aber die Landtagspräsidentin selbst. In einer kurzen Rede thematisierte sie die wachsende gesellschaftliche Bedrohung in Deutschland durch Rechtsextremismus, Respektlosigkeit und vergangene Entgleisungen im Fernsehen a la Ekel-TV und verbale Gewalt bei Castings. Außerdem äußerte sie ihre Bewunderung für die Respekt-CD, die natürlich nicht sämtliche Taten des braunen Mobs reparieren könne, aber es wäre ein Anfang.

 

Dann begann die von Herrn Löhr geführte Diskussion mit den Schülern.

 

Die folgenden Fragen beantworteten die Präsidentinnen dann meist im Trio und meist mit derselben Meinung.

 
Bei der Frage nach dem persönlichen Verständnis von Respekt, ging Frau Pelke mehr auf den sportlichen Aspekt, beim Aufeinandertreffen gegnerischer Fans ein. Frau Dr. Klaubert redete über die Begegnung auf selber Augenhöhe - ungeachtet des Geschlechtes, des Alters oder der Hautfarbe. Frau Prof. Dr. Schipanski erklärte, dass sie sich mit Menschen, die sich zum Beispiel fünfmal täglich zum Beten hinknien, beschäftigt und das Gespräch sucht. Die Schüler setzten die Wurzeln des respektvollen Miteinanders in der Schule und im Elternhaus.

 

Nach der Aussage eines Jugendlichen, die NPD habe raffiniertere Taktiken der Wählerwerbung, artete das Gespräch kurzzeitig in eine Werbeveranstaltung für parteigebundene Jugendcamps oder ähnliches aus.

 

Im weiteren Verlauf ging es unter anderem auch um Linksextremismus, bezogen auf das Chaos am 01. Mai in Berlin sowie in Bezug auf das "Besetzte Haus" in Erfurt. Ebenso wurde das NPD-Verbot thematisiert.

 

Dies lehnte Frau Schipanski eher ab, da ein Verbot, nach ihrer Erfahrung, die Sache selbst reizvoller mache und damit rechtsextremistisches Gedankengut nicht aus der Gesellschaft gewischt werden könne. Frau Pelke und Frau Klaubert warben hingegen für ein Verbot.

 

Im letzten Drittel sorgte eine andere Aussage eines Schülers für Furore.

 

Er wunderte sich, dass auf dieser Veranstaltung für mehr Respekt geworben wurde, den Nazis aber eher mit Intoleranz begegnet würde.

 

Darauf positionierten sich der Moderator und die Präsidentinnen ganz klar, dass sie rechtsextremistisches Gedankengut nicht respektieren und tolerieren.

 

Im Laufe der Diskussion wurde aber festgestellt, dass man etwas aneinander vorbeigeredet habe und so wurde beschlossen, dass diese Diskussion auf jeden Fall fortgeführt werden würde.


Zum Schluss wurden die Respekt-CDs verteilt.

O-Töne:
Pelke: Linksextremistische Gewalt spielt rechten Parteien in Hände.
Schipanski: Respekt, Toleranz, Freiheit und Verantwortung des Einzelnen sind die Eckpfeiler einer friedvollen Gesellschaft...Dies ist bei einer Diktatur alles nicht gegeben.