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Respekt in Gera


Am 11. Mai 2009 wurde die Aktionswoche von MDR Sputnik, der Aktion "Hingucken!" des Landes Sachsen-Anhalt, dem Landesjugendring Thüringen e. V. und der Jugendzeitschrift SPIESSER in der Berufsbildenden Schule Wirtschaft und Verwaltung in Gera eröffnet.

 

 

Als prominenter Gast stand der Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus Rede und Antwort.

Ebenfalls beteiligte sich an der Gesprächsrunde der Bürgermeister von Gera, Norbert Hein und der Landesgeschäftsführer des Landesjugendrings, Peter Weise. Die Moderation übernahm der Chefredakteur der OTZ Ullrich Erzigkeit.


Nach der Begrüßung, der Herr Althaus verkehrsbedingt nicht beiwohnen konnte, wurde der Videobeitrag zur Aktionswoche eingespielt, um die Schüler an das Thema "respektvolles Miteinander" heranzuführen.

Dann wurde gleich das Wort an die Jugendlichen gerichtet, die erst eher zögerlich reagierten. Doch nach einigen Minuten gab es schon das erste von vielen Statements, welches gleich die allgemeine Meinung der Schüler wiederspiegelte: "Respekt geht jeden an!"


Danach argumentierte eine andere Schülerin, dass Respekt schon in der Familie beginne sowie in der Schule und in der Klasse. Intoleranz entstehe zum Teil, weil die Jugend vielen Vorurteilen gegenübergestellt wäre. Wenn die Jugendlichen mehr Freizeitmöglichkeiten geboten kriegen würden, könnten sie sich näher kennenlernen und diese Vorurteile abbauen.

Ab dann verlagerte sich die Diskussion aber auf eher regionale Probleme, wie das Fehlen eines nahegelegenen Freibades oder anderen Orten zum Kontakte knüpfen.
Nach gelegentlichen Themenwechseln kehrte man aber immerwieder zum Thema Respekt und Rechtsextremismus zurück.

Althaus redete auch über das angestrebte NPD-Verbot, was bekannterweise vor einiger Zeit schon einmal scheiterte.
Er argumentierte gegen rechtsextreme Parteien: "Wir leben in keiner Welt der einfachen Antworten...alle regierenden Parteien, die jemals einfache Antworten lieferten, stürtzten ihr Land in Ruin...immer! Die NPD hat keine Antwort auf Umweltprobleme!"

Vor der Verteilung der Respekt-CDs zeigte noch eine Schülerin ihre Wertschätzung für das Projekt: "Aktionen wie 'Respekt' sind wichtig. Die Meinungen der Schüler müssen angehört und dann umgesetzt werden!"

 

 

Jeremia Oelschläger - junge medien thüringen