Respekt in Eisenach

Am 15. Mai traf man sich zum vorerst letzten Gesprächsrunde im Rahmen der Respekt!-Aktionswoche, diesmal in Eisenach in der Staatlichen Berufsbildenden Schule für Gesundheit und Soziales. Die Leitung der Gesprächsrunde übernahm Peter Roßbach, Eisenacher Redaktionsleiter der TLZ. Zu Gast waren der Thüringer Kultusminister Bernward Müller sowie die Handballspieler Paul Lipsky und Bert Hartfield vom ThSV Eisenach.
| Für einen stimmungsvollen Einstieg sorgte zunächst eine Gruppe zukünftiger Erzieherinnen, die den Song "Allein Allein" von Polarkreis 18 zum Besten gaben. | ![]() |
Nach dem Videobeitrag von MDR Sputnik begrüßte Herr Roßbach die Runde und richtete seine erste Frage an den Kultusminister.
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Als Grund für die Unterstützung der RESPEKT!-Initiative beschrieb Herr Müller, dass Thüringens Regierung zeigen will, dass sie sich gegen Rechtsextremismus erhebt und positioniert.
Die Handballer nahmen ihre Erlebnisse im Sport als Beispiel und gingen so auf die Wichtigkeit von Fairplay und die gegenseitige Achtung im Team unabhängig von Nationalitäten ein. |
Eine Schülerin stellte im Verlauf des Gesprächs fest, dass die Rechtsextremen in Deutschland einen Wandel vollzogen hätten. Statt Bomberjacke und Springerstiefel sind Schlips und Anzug bei Neonazis immer häufiger. Auch der Kultusminister erklärte, dass "Rechtsextreme ihre Methoden anpassen". So bekommen Mitglieder der NPD zunehmend Einfluss, weil sie populäre Probleme instrumentalisieren und ihr Wahlprogramm auf den ersten Blick zunächst verlockend wirkt.
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Dann wurde in die Runde geworfen, dass Respekt Vorbilder in Schule und Familie brauche und eine nur gegen Rechtsextremismus geführte Diskussion zu einseitig für das Thema wäre. |
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Darauffolgend sprachen einige Schüler über Respektlosigkeit von Ärzten Patienten gegenüber, aber auch umgedreht und ließen so ihre Alltagserfahrungen zum Umgang miteinander einfließen.
Nachdem der musikalische Beitrag zur Respekt-CD von Samy Deluxe vorgespielt wurde, berichtete eine andere Schülerin, dass im Ausland, z.B. in England oder Amerika, immer noch das Klischee vom Nazi-Deutschen gelte. Dies teilten jedoch nicht alle Anwesenden, sodass es zum Ende der Veranstaltung noch zu einer regen Diskussion zwischen einigen Schülern kam. Debattiert wurde dabei auch die Frage, ob die Deutschen immer noch eine Restschuld am Holocaust im 3. Reich haben. Thorsten Hoppe, vom Landesjugendring Thüringen e.V., stellte dazu später fest, dass wir heute keine Schuld haben können, dafür aber eine umso größere Verantwortung für die Zukunft.
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Vor dem Austeilen der CDs verabschiedete sich Herr Roßbach mit den Worten:
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Jeremia Oelschläger – Junge Medien Thüringen



