Steffen Wäldchen meinte am 15.05.2009 um 23:36 Uhr:
Diskussion über Respekt und Toleranz
Am Donnerstag war ich im Thüringer Landtag zur Diskussion über Respekt und Toleranz. Leider wurde es mir zu sehr eine Diskussion wie man rechtsextremes Gedankengut "bekämpfen" kann, hat für mich nur bedingt etwas mit dem Thema zu tun. Es gibt genügend andere Beispiele für Intoleranz und Repektlosigkeit. Gehen Sie mal an die Schulen und befragen Sie die Lehrer und Schüler unabhängig von einander. Es kann doch nicht sein das ein Grundschüler seine Lehrerin auf das Schlimmste beschimpft und dann noch von den Eltern in Schutz genommen wird. Andersrum kann sich auch ein Lehrer nicht wie ein Diktator aufführen. Das Ausgrenzen anderen Aufgrund von Unterschieden (Geld, Aussehen, Intellekt, körperliche Fitness, das Alter.....) ist ein Problem was es zu lösen gilt, und Ihre Aktion ist ein sehr guter Anfang, der richtige Weg!!! Auch wenn die Künstler nicht mein Geschmack sind, so denke ich doch das man über die Vorbildfunktion von populären Bürgern das Respekts- und Toleranzempfinden von Jugendlichen steigern kann.
Und noch ein paar Dinge zum Rechtsextremismus: Es ist eine Gefahr die man nicht unterschätzen sollte, das sehe ich ein, ABER: Es gibt in jüngere Vergangenheit genügend Beispiele die zeigen, dass sich Deutschland und seine Bürger gegen solche Gruppierungen wehren, z.B: Anti-Islamisierungskongress in Köln, ein paar hundert NPD-Anhänger und 5000!!! Gegendemonstraten, so wie sich das gehört.
Es gibt im Übrigen ein interessantes Lied von Goethes Erben, es nennt sich "Die Brut" (Vertonung in der Variante "Die Brut 2000" gefällt mir besser), wenn man sich den Text mal zu Gemüte führt hat man einige Denkansätze für eine Diskussion über Mitläufertum und rechtsextremer Gewalt und was passiert wenn man sich nicht wehrt (also anders als z.B.: in Köln), nur für den Fall das Sie in naher Zukunft zu diesem Thema ein weiteres Projekt starten wollten.
Leider bin ich nicht dazu gekommen meine Meinung kundzutun, aber ich hoffe Sie lesen meine Zeilen und daher wünsch ich Ihnen mit Ihren Aktionen weiterhin viel Erfolg und zolle Ihnen meinen Respekt für Ihren Einsatz!
Mit freundlichen Grüßen Steffen Wäldchen
Patrick aus jena meinte am 15.05.2009 um 16:17 Uhr:
Respekt und tolaeranz sind notwendig für eine soz
Ich persönlich muss sagen eine Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn respekt uns toleranz mit im Spiel sind. ich meine, es gibt ja hauptsächlich probleme mit Ausländern und die werden ja nur nicht akzepiert, weil sie a. eine andere sprache sprechen und b. vielleicht auch ganz anders aussehen als wir. wenn wir in ein anderes land gehen, müssen wir auch erst einmal die sprache lernen.ich muss mal ganz ehrlich zugeben ich bin david hasselhoff fan und wem das nicht passt hat pech. Ich persönlich finde es gut, aber hat etwas zu spät, dass ausgerechnet jetzt so etwas auf die füße gestellt wird. Wir hätten das eher gebraucht. Ich finde es ja gut, dass es jetzt so etwas gibt, wo mit man um respekt und Toleranz erhofft, aber es kommt wie gesagt etwas zu spät. Und im grossen und ganzen möchte ich noch zum Schluss sagen, wenn man eine soziale Gesellschaft will, muss man Ausländer resptieren und tolerierten so, wie sie es mit uns machen.
Uta Seibold-Pfeiffer meinte am 15.05.2009 um 15:48 Uhr:
CD wurde uns aus den Händen gerissen
Als Lehrerin an einer Berufsschule wurde mir die CD manchmal förmlich aus den Händen gerissen. Schade, die Kisten sind nun leer ... nicht jeder hat eine bekommen. Das macht die CD vielleicht aber noch interessanter und wertvoller. Auch die Botschaft, die dahinter steckt, wird von vielen positiv aufgenommen. Vielleicht ist die "große graue Masse" ein bisschen in Bewegung geraten. Wann gibt es die nächste Aktion? Grüße!
Sindy Oldenburg meinte am 15.05.2009 um 14:30 Uhr:
Reflexion auf die Veranstaltung "Respekt 2009 in G
Die Aktion Respekt ist ein wunderbarer Anfang gemeinsam gegen Rechts zu agieren. Rassismus, Respektlosigkeit und Intoleranz sind Themen, die uns alle betreffen und betreffen sollten. Diese Aktion betrifft unsere Probleme und ist eine schöne Möglichkeit, sich als Jugendlicher zu äußern und auch eine Möglichkeit für die Vertreter der Politik, die Jugend anzuhören und versuchen zu verstehen.
In der Diskussionsrunde hat sich gezeigt, dass wir Interesse an der Politik haben und Interesse daran mitzuwirken, sei es mit unserer Meinung und unserer Stimme.
Uns ist es nicht egal, weil es uns alle was an geht und es um unsere Zukunft geht. Respekt ist für uns in allen Lebenssituationen präsent. Respekt fängt im Kindesalter, im Elternhaus an und wird in der Schule fortgeführt. Respekt sollte nicht vergessen oder verlernt werden. Das Ansprechen von Sachen/Angelegenheiten ist die eine Seite, aber das Reagieren vom Gesprächspartner die andere. Man sollte auf die Situation eingehen und unsere Erwartungen und Vorstellungen aufnehmen. Am Ziel sind wir mit dieser Veranstaltung nicht, aber wir haben einen Anfang gemacht. Besser wäre gewesen, weniger auf Wahlprogramme einzugehen und die Diskussion in die richtige Richtung zu lenken. Das Eingehen auf die sogenannte Schulhof CD wurde versäumt sowie auf das Gegenstück die CD Respekt, um welche es auch in dieser Veranstaltung gehen sollte. Denn diese CD Respekt hat eine große Bedeutung unter dankbarer Mitwirkung von vielen Musikgruppen. Denn Musik erreicht uns Jugendliche mehr als Worte von großen Politikern, wenn wir ehrlich sind. Aus unserer Sicht wäre sinnvoller gewesen über aktuelle Themen zu diskutieren und einen Dialog zu führen als mehr einen Monolog zu führen. Beispielsweise wurde am Abend in den Nachrichten über einen versuchten Amoklauf berichtet. Dieser Sachverhalt zeigt mehr als deutlich, dass über das Thema geredet werden muss. Sei es Respekt vor dem Leben, der Familie, die Toleranz gegenüber anderen und über Rassismus.
Alles in allem war diese Aktion ein guter Anfang über solche Themen zu reden. Die Aktion "Respekt" hat daher bei vielen einem wunden Punkt getroffen und somit zum Nachdenken angeregt. In unseren Augen sollte jeder Einzelne in sich gehen und darüber nachdenken, was respekt für ihn bedeutet.
Mit freundlichen Grüßen
Klassensprecherin
Sindy Oldenburg (stellvertretend für die Vefa 08)
Carmen-Lucia Guerra meinte am 15.05.2009 um 12:00 Uhr:
TOLL, TOLL; TOLL
Hallöchen, ihr da draußen vor den Bildschirmen,
also ich find ja, das dass echt eine sehr gelungene Sache ist, die ihr da gestartet habt!!! Das ist nicht nur was Nettes für die Schüler sondern, für den einen oder anderen Lehrer ist da bestimmt auch was Hörbares dabei!
Tolle TEXTE, tolle KÜNSTLER, tolles COVER. WIRKLICH! muss man mal gesagt haben toll, toll, toll !!! Das Bocklet finde ich übrigens auch sehr mitreißend.
Und wenn der Einfluss, der Künstler aus unseren Landen so produktiv genutzt wird, macht mich das ja schon ein wenig stolz, auf unsere deutschen Interpreten!!!
Also wie gesagt feine Sache! Ich versprech auch hoch und heilig, mir das ding rauf und runter anzuhören! Und ausdauernd dazu in meiner Bude hin und her zu hüpfen!
Alles, klar, sagt eure liebe Vantasia aus Jena
Kevin aus Jena meinte am 15.05.2009 um 11:56 Uhr:
Toleranz ja / Respekt nein
Es ist schade, dass es diese CD erst jetzt gibt. Vor 3 Jahren war es, da kam die Schulhof CD und es wurde fast nichts unternommen. Jetzt wo das Gegenstück der Schulhof-CD erschienen ist, hat sich bereits eine neue Art des Nationalismus entwickelt.
MODERNER NATIONALER SOZIALISMUS
Die NPD sollte nicht mehr im Vordergrund stehen. Es ist diese neue Gruppe des Nationalsozialismus gegen die gearbeitet werden muss, bevor sie richtig hervortreten kann.
Die als Freies-Netz bekannte Gruppierung schließt Migranten etc. nicht unbedingt aus, d.h., dass sie auch Migranten in ihre Gruppe aufnehmen. Und DAS! macht sie so gefährlich. Ich schweife nicht weiter aus, da ich sonst nie zum Punkt komme.
Punkt ist, dass die CD ein guter Anfang ist, aber leider zu spät kommt.
Ich hoffe, es wird bald noch mehr solche Aktionen geben.
Uta Seibold-Pfeiffer meinte am 13.05.2009 um 08:07 Uhr:
Wichtige Aktion - gut gelungen
Ich finde die Aktion wichtig und gut gelungen. Die CD kommt aus meiner Sicht "cool rüber". Das Material wirkt nicht aufgesetzt oder mit erhobenem Zeigefinger, sondern spricht junge Leute an.Im Gegensatz zu "kein Bock auf Nazis, reloadet" - hier wurde in diesem Jahr eine DVD beworben, ohne dass die mitwirkenden Künstler ihre Musik gespielt haben. Nur Statments sind zu wenig, um junge Leute zu aktivieren. Das ist bei der Respekt-CD anders. Ich glaube, damit kann man wirklich etwas bewegen.
Grüße, Uta Seibold-Pfeiffer (Berufsschullehrerin)
P.S. Schön wäre gewesen, wenn in den Paketen, die an die Schulen gingen, einige große Plakate oder Zusatzmaterialien dabei gewesen wäre.
Stefanie Golle meinte am 13.05.2009 um 06:53 Uhr:
Was vergessen =)
Bei dem ganzen Gemecker hab ich noch was wichtiges vergessen, nämlich dass ich die ganze Respekt-Aktion wirklich gut und wichtig finde. Man muss aufklären, Wege finden, Konflikte zu vermeiden und vor allem nicht wegsehen. Und dabei müssen wir alle mithelfen.
Man darf nur keine Wahlkampanien draus machen, da das schnell abschreckend auf Jugendliche wirkt und das Interesse und die Begeisterung für derartige Aktionen zu Boden drückt. Politik ist wichtig, aber aber nicht das Wichtigste - und vor allem nicht das Erste an das wir denken, wenn wir morgens aufstehen.
In diesem Sinne: Macht mehr daraus!
Mit freundlichen Grüßen
Stefanie Golle
Stefanie Golle meinte am 11.05.2009 um 21:39 Uhr:
Wichtig für zukünftige Diskusionsrunden!!
Ich habe heute an der Diskussion in der SBBS Wirtschaft und Verwaltung teilgenommen.
Ganz ehrlich? Ich war ganz schön enttäuscht. Die angekündigte Diskussion hat nicht stattgefunden.
Als Erstes kann man mit über 100 Schülern kein Gespräch führen, an dem sich alle, die das möchten auch beteiligen können. Ich glaube, ganze 8 Schüler haben sich überhaupt zu Wort gemeldet und in den zwei Stunden kamen vielleicht acht Beiträge zustande.
Weiterhin ist das Ganze wohl gehörig am Thema vorbeigeschrammt und endete eher in einer politischen Wahlkampfdiskussion. Ich hatte auf einen Erfahrungsaustausch zwischen den Jugendlichen und das Suchen nach Verbesserungsmöglichkeiten im Umgang miteinander gehofft. Es hat nichts mit Respekt zu tun, wenn sich über die Gehaltsunterschiede zwischen Ost und West oder ungerechtfertigte Abwasserrechnungen beschwert wird.
Auch die Wirkung der BuGa für Gera und Ronneburg oder der erhoffte wirtschaftliche Aufschwung für die Region sind unrelevant für eine Diskussion über den Respekt untereinander. Dass diese glatte Themaverfehlung zustande kam, lag allerdings sowohl an den Beiträgen der Schüler als auch am so genannten Moderator, gestellt von der OTZ.
Zumindest ist es ihm nicht gelungen die Diskussion in die richtige Richtung zurückzuführen. Die wenigen passenden Beiträge wurden kaum gewürdigt. Wichtiger war es, den Schülern zu vermitteln, dass sie unbedingt wählen gehen sollen, auch wenn es wichtig ist, seinen Beitrag zur Politik zu leisten und damit der NPD den Weg nach oben schwerer zu machen. Das Thema "Vertrauen in die Parteien" war Herrn Althaus besonders wichtig, wie auch die Umweltpolitik oder seine Meinung zu den in der Verantwortung der Länder liegenden Schulsystemen. Aber auch das trifft, wenn überhaupt, nur im Entferntesten das Thema. Gut fand ich zwar die offensive Frage an alle, welche Möglichkeiten sie sehen, mehr Freizeitmöglichkeiten zu schaffen, aber ob und wann es wieder ein Freibad in Gera geben wird, gehört für mich immer noch nicht dazu. Übrigens: Bevor ich dann auch mal zu Wort kam und das Thema so langsam wieder die Kurve kriegte, wurde ich vom Moderator noch darauf hingewiesen, dass es in fünf Minuten um fünf ist und dass dann Schluss ist. Also keiner kann was für Stau, aber wenn Herr Althaus von angesetzten zwei Stunden nur eine da ist, finde ich muss man nicht Punkt fünf alle rauswerfen. Für ein derart wichtiges und aktuelles Thema kann man sich schon ein wenig mehr Zeit nehmen. Selbst, wenn Termin unseren Ministerpräsidenten zum Gehen gezwungen hätten, hätte die Diskussion am Laufen gehalten werden können und vielleicht sogar noch ich die richtige Bahn gelenkt werden. Seis drum - jetzt ist es zu spät, der Tag ist rum, die Chance verpasst. Aber vielleicht sind diese Zeilen eine Hilfe für die noch kommenden vier Tage, um wenigstens an den anderen Schulen mehr Erfolg und vielleicht auch positive Kritiken erhalten zu können. Ich würde mich sehr über ein Feeback Ihrerseits an meine E-Mail-Adresse freuen, vielleicht sahen Sie das ja ähnlich, wenn auch nicht genauso dramatisch, wie ich.
Mit freundlichen Grüßen Stefanie Golle
RESPEKT! Die Hinhören-CD in Thüringen gegen Intoleranz, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit Ihre Meinung